Das Mausoleum

von Hubert Wiedfeld
Regie: Norbert Schaeffer
WDR / RIAS Berlin 1988
51 Min.

Der reiche Amerikaner Elliot Hathaway Moss reist durch Europa und umgibt sich mit flüchtigen Saufkumpanen und devoten Schmarotzern. Unterwegs hat er eine junge Deutsche aufgegabelt, Greta, ein unscheinbares Mädchen. Elliots Misere, so scheint es, ist seine Familie. Seine Mutter starb bei der Geburt. Sein Vater, ein erfolgreicher, möglicherweise skrupelloser Industrieller, hält nichts von ihm, dem mißratenen Balg, der einem Gerücht zufolge, aus einer Affäre seiner Mutter mit einem durchreisenden Filmschauspieler stammt.
Elliot verstrickt sich in ein Gemenge aus Haß und unerfüllten Wünschen. Die psychischen Schäden haben ihn zu einem Monstrum werden lassen, dem wahrhafte Einbildungen allmählich ebenso wirklich erscheinen wie tatsächliche Erinnerungen. Am Ende entlädt sich das Verhängnis in einem Mord - oder sollte auch die Bluttat nur ein Hirngespinst seiner kranken Phantasie sein?

Mit Peter Fricke, Susanne Schäfer u.v.a.

Hubert Wiedfeld, 1937 in Braunschweig geboren, studierte Psychologie und Germanistik und schreibt seit über dreißig Jahren fast ausschließlich fürs Radio. Er hat zahlreiche Hörspiele veröffentlicht und ist dafür mehrfach ausgezeichnet worden.