Megastar

von Michael Koser
Regie: Alexander Malachovsky
Produktion: : BR 1988
54 Min.

Es war einmal eine Zeit, da gab es Privatdetektive. Harte Männer, gerecht,
nie um eine Antwort und einen Ausweg verlegen. Aber in den ersten
Jahren dieses Jahrtausends gibt es nur noch einen: Jonas. Er ist der
letzte seiner Zunft. Nicht mehr ganz so hart, auch nicht immer gerecht,
manchmal fällt ihm auch gar keine Antwort ein – und einen Ausweg muss
er meist lange suchen, aber dafür ist er auch nicht allein: Sam, sein
Begleiter, ist immer dabei. Sam ist der unentbehrliche, überprogrammierte
und zuweilen recht geschwätzige Computer. Er kann alles. Außer Walzer
tanzen. Und Kinder kriegen...

Babylon, Vereinigte Staaten von Europa: Jonas sitzt in seinem
22-Quadratmeter-Büro-Appartement und reißt die Augen auf. Weit. Und
lässt den Unterkiefer fallen. Tief. Beileibe nicht der normale
Gesichtsausdruck, wenn er einem Klienten gegenübersitzt. Aber bei ihr
kann er nicht anders. Er starrt sie an. Sie ist schwarz und streng, vom
Hut bis zu den Stiefeln und trägt einen Schleier vorm Gesicht. Und sie ist
Cora Caravan. Der Holostar. Superstar. Megastar. Die Nummer Eins in
"Kastanienallee", "Eurocity", "Familienbande" und zwei, drei anderen
Endlosserien. Das bekannteste Gesicht in Babylon und ganz Europa! Und
sie hat ein Problem. Sie hat keinen Vater. Genauer: Sie kennt ihn nicht.
Sie ist ein Retortenkind. Jonas weiß, dass es streng verboten ist,
anonyme Samenspender zu identifizieren. Und trotzdem nimmt er diesen
Auftrag an. Mit Folgen...

Michael Koser, Jahrgang 1938, schreibt seit über 30 Jahren vor allem für
das Radio und hat sich auf Kriminalhörspiel-Reihen konzentriert; es
entstanden die Reihen "Die Denkmaschine" mit über 70 Abenteuern von
Professor van Dusen und "Der letzte Detektiv" mit bislang 32 Folgen. 1973
erhielt er den Kurt-Magnus-Preis der ARD.