Mehrere Männer

Zweiunddreißig ziemlich kurze Geschichten

von Ror Wolf

Regie: Antje Vowinckel
Musik: Rolf Sudmann
Produktion: SWR 2002
Länge: 43'

Die akustischen Erzählformen, die Ror Wolf dem Medium Radio abgewinnt, wirkten stilbildend auf nachfolgende Generationen und haben in ihrer zeitlosen Modernität bis heute nichts an Lebendigkeit verloren.

Mit diesen Worten begründet die Jury ihre Verleihung des Günter-Eich-Preises an Ror Wolf. Der alle zwei Jahre vergebene Preis würdigt das Lebenswerk von Autorinnen und Autoren, die das Repertoire der Gattung Hörspiel erweitert haben. Die Preisfeier findet am 7. Juli 2015 in Leipzig statt.

SWR2 wiederholt aus diesem Anlass ein Hörspiel, das Einblick in Ror Wolfs Panoptikum bietet. In ihm bewegen sich dieses Mal nur Männer, aber jeglicher Couleur: verwegene, mutige und skurrile neben verdorrten, blassen und schüchternen.

Mit: Marie Goyette, Irm Hermann, Peter Fricke u.a.

Ror Wolf, geboren 1932 in Saalfeld als Richard Wolf, schreibt Literatur, collagiert Bilder, verfasst und montiert Hörspiele. 1971 wird sein erstes Hörspiel »Der Chinese am Fenster« gesendet. Legendär wird Ror Wolf durch seine Fußball-O-Ton-Collagen zwischen 1972 und 1979. 1988 erhielt er für »Leben und Tod des Kornettisten Bix Beiderbecke aus Nord-Amerika« den Hörspielpreis der Kriegsblinden, 2007 wurde »Raoul Tranchirers Bemerkungen über die Stille« zum Hörspiel des Jahres gekürt.