Mein Kampf

von George Tabori
Aus dem Englischen von Ursula Tabori-Grützmacher

Regie: Jörg Jannings
Komposition: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Jörg Jannings
Produktion: RIAS/BR/ORF/SR 1988
Länge: 95'


In den Jahren 1908 bis 1913 wohnte Hitler in verschiedenen Wiener Asylen und Männerwohnheimen. Eine Zeit, in der sich Hitlers Antisemitismus voll ausprägte. Taboris Hitler kommt ins Obdachlosenasyl in der Wiener Blutgasse, in einen Keller unter der Schlachterei der Frau Merschmeier. Dort trifft er auf den alten Juden Schlomo Herzl und dessen etwas verrückten Freund Lobkowitz, der Koscher-Koch war und sich für den Gott der Juden hält. Der gutmütige Herzl spielt dieses Spiel mit. Herzls Traum: Er wird ein Buch über sein Leben schreiben. Der Titel: Mein Kampf. Doch vorerst verkauft er ambulant die Bibel und das Kamasutra und kümmert sich um den ungehobelten Burschen aus Braunau am Inn, der sich mit Bildern wie „Kukuruz im Zwielicht" in der Kunstakademie vorstellt und wegen mangelnder Begabung abgewiesen wird. Schlomo, grenzenlos in seiner Liebe, tröstet ihn. Er redet ihm zu, in die Politik zu gehen und schützt ihn letztendlich vor dem Tod.

Mit: George Tabori, Günter Einbrodt, Detlef Jacobsen, Leslie Malton u.a.

George Tabori (1914-2007), Dramatiker, Schauspieler, Regisseur. Drehbuchautor in Hollywood, u.a. für Alfred Hitchcock. Ab 1968 vorwiegend Theaterarbeit im deutschsprachigen Raum. Hörspieladaptionen u.a. Weissmann und Rotgesicht (NDR 1978, Prix Italia), Mutters Courage (RIAS/NDR/SDR 1979), Insomnia (BR/RIAS 1986).