Mein Name ist Luz

von Elsa Osorio
Übersetzung aus dem Spanischen: Christiane Barckhausen-Canale
Hörspielbearbeitung und Regie: Martin Zylka
Mit Meriam Abbas, Christin Marquitan, Christian Berkel, Peter Groeger, Esther Hausmann, Michele Cucuiffo u.v.a.
WDR 2005
53 Min. (I) | 53 Min. (II) | 55 Min. (III)

Luz, wohlbehütet im Haus eines hohen argentinischen Militärs aufgewachsen, hat Zweifel an ihrer Herkunft. Nachforschungen verdichten sich zur Gewissheit. Das Paar, bei dem sie aufwuchs, hat sie adoptiert. Jetzt sitzt sie in Madrid einem Fremden gegenüber, der Auskunft geben kann. Widerstrebend erzählt er ihr die wahre Geschichte: Ihre richtige Mutter, als Schwangere während der Militärdiktatur 1977-1984 inhaftiert, wurde nach der Geburt der Tochter ermordet, das Baby einem der Junta verbundenen Paar überlassen. Aber auch er – der Fremde – ist in die Geschichte verwickelt: Er ist Luz’ Vater. Durch Zufall entkam er der Verfolgung durch die Militärs, ging ins Exil, wollte die schrecklichen Erfahrungen vergessen. Nun muss er sich vorwerfen lassen, die eigene Tochter aufgegeben zu haben.

Bis heute wurden nur wenige Kinder der über 30.000 Inhaftierten oder Beseitigten gefunden. Nicht nur die Täter schwiegen, auch die Familien der Opfer verharrten jahrelang in Angst und Sprachlosigkeit.

Elsa Osorio wurde 1952 in Buenos Aires geboren. Die heute vorwiegend in Madrid lebende Argentinierin arbeitet als Journalistin, Dozentin und Drehbuchautorin für Film und Fernsehen. Neben zahlreichen anderen Preisen erhielt sie den argentinischen „Premio Nacional de Literatura“.