Mensch auf Raten

von Pierre Boileau und Thomas Narcejac
aus dem Französischen von Eva Rottenberg
Bearbeitung und Regie: Uwe Schareck
Produktion: WDR 2006
54'

Garric, ein hoher Polizeibeamter, wird von seinem Chef Andreotti in einer höchst brisanten und streng geheimen Mission eingesetzt: René Myrtil, ein Erzganove, der bei einem Banküberfall zwei Menschen erschossen hat, soll hingerichtet werden. Doch zuvor hat er voll Reue seinen Körper der Wissenschaft für ein spektakuläres Experiment zur Verfügung gestellt. Professor Marec behauptet, die „totale Transplantation“, die ihm bereits in mehreren Versuchen mit Hunden gelungen ist, auch am Menschen durchführen zu können. Dabei soll jeder Körperteil und jedes Organ eines Menschen auf einen anderen übertragen werden. Als Myrtils Leiche nach der Hinrichtung in Mareks Privatklinik überführt wird, warten dort bereits sieben schwer verletzte Unfallopfer auf ihre Operation: Arme, Beine, Rumpf, Becken und sogar der Kopf Myrtils werden den Verletzten transplantiert. Zunächst scheint alles bestens zu verlaufen. Doch dann begeht einer von ihnen plötzlich Selbstmord. Sollte es am Ende einen Zusammenhang zwischen den Transplantationen und dem Selbstmord geben?
In Form eines raffinierten Suspense-Thrillers beschäftigt sich „Mensch auf Raten“ mit einem Themenkreis, der bereits vor vierzig Jahren aktuell war und im Zuge der wissenschaftlichen Weiterentwicklung zunehmend an Brisanz gewonnen hat.

Pierre Boileau (1906-1989) und Thomas Narcejac (1908-1998) sind weit über Frankreichs Grenzen hinaus als Klassiker des psychologischen Kriminalromans bekannt. Ihr Werk wurde mit wichtigen Preisen ausgezeichnet.