Messer

nach dem gleichnamigen Theaterstück von John Cassavetes
aus dem Englischen von Gabriele Neumann
Komposition: Claus Bantzer
Hörspielbearbeitung und Regie: Peter Lilienthal
Mit Gabriele Litty, Wladimir Weigl, Bernhard Veith, Helmut Krauss
Produktion: SDR 1984
72 Minuten

Larry, von Beruf Komiker, ist angeklagt, seine Frau Maureen auf einer Party erstochen zu haben. Doch der Fortgang des Spiels, das aus der Gerichtsverhandlung in den vermeintlichen Ablauf der Tatgeschehnisse zurückblendet, führt in eine irreale Welt. In Larrys Phantasie vertauschen sich Gestalten und Ereignisse. Hat Larry seine Frau Maureen umgebracht? Ist diese wirklich tot, oder war alles nur ein zynischer Nervenkitzel, veranstaltet für die Partygäste? Wird Larry als Mörder verurteilt und hingerichtet? Ist es Fiktion oder Wirklichkeit, dass er sich später im Krankenhaus wiederfindet, nach geglückter Reanimation? Larrys Leben, scheint es, ist ein Alptraum, und es ist zugleich ein Abbild der Gesellschaft, in der er lebt.

John Cassavetes, geboren 1929 in New York, wurde mit Experimentalfilmen wie "Schatten" (1959) und Independentfilmen wie "Gesichter" (1968), "Eine Frau unter Einfluss" (1974) und "Gloria" (1980) bekannt. Er starb 1989 in Los Angeles.