Der Mörder

von Georges Simenon
Übersetzung aus dem Französischen: Lothar Baier
Hörspielbearbeitung und Regie: Walter Adler
Mit Gerhard Garbers, Martin Reinke, Christiane von Poelnitz, Jele Brückner, Matthias Fuchs u.a.v.
WDR 1999, 51 Min.

An jedem ersten Dienstag des Monats nimmt Hans Kuperus gewöhnlich an einem Mediziner-Treffen teil.
Nur zweimal weicht er davon ab. Das erste Mal überzeugt er sich davon, dass seine Frau ihn mit dem
Anwalt Graf de Schutter betrügt, ganz genau so, wie es ihm in einem Brief ohne Absender mitgeteilt
worden ist. Beim zweiten Mal erschießt er die beiden. Er wirft die Körper in einen Kanal und lässt die
Beweise für das Verbrechen verschwinden. Doch anstatt Reue zu empfinden, fühlt sich der Mörder wie
befreit. Er nimmt sich ein Dienstmädchen als Geliebte, er versucht, den Platz des Getöteten in der
Gesellschaft einzunehmen und besucht weiterhin die regelmäßigen Treffen der Billiardakademie, deren
Vorsitzender der reiche und angesehene de Schutter war. Kein Verdacht scheint auf Hans Kuperus zu
fallen. Doch dann laufen die Dinge aus dem Ruder. Kuperus erfährt, wer ihm den anonymen Brief
geschrieben hat, der ihn damals aus seiner Normalität riss. Das Eis auf den Kanälen schmilzt und gibt
die Leichen frei.

Georges Simenon (1903-1989) gilt als einer der meistgelesenen Schriftsteller aller Zeitern. Er verfaßte
über 200 Romane und wurde vor allem berühmt durch seine Figur des Kommissar Maigret.