Mörderwald

von Eugenio Fuentes
aus dem Spanischen von Svenja Becker
Musik: Javier Pérez de Arévalo
Regie: Norbert Schaeffer
Produktion: WDR 2003
54', 54'

In einem Naturschutzpark der spanischen Provinz Estremadura wird eine junge Frau gefunden, auf bestialische Weise mit einem großen runden Messer ermordet. Einem Hirschfänger, wie die Guardia Civil sofort feststellt. Rechtsanwalt Anglada aus Madrid, der Geliebte der ermordeten jungen Malerin, beauftragt Privatdetektiv Cupido, den Mörder zu finden. Der Provinzialpolizei traut er nicht allzu viel zu.
Cupido, eher der Typus eines melancholischen Intellektuellen als der des schnüffelnden „Privat Eye“, glaubt einen ersten Anhaltspunkt verfolgen zu können: Die Bekanntschaft mit einer alten Dame, Aristokratin und Großgrundbesitzerin, sowie ihrem Adoptivsohn, wie Anglada Anwalt in Madrid, scheint jedoch in die Irre zu führen, ebenso ein kleiner Button der Protestbewegung gegen französische Atomtests im Muroroa-Atoll, der in der Hand der Toten gefunden wurde. Ein zweiter Mord an einer jungen Frau, im gleichen Reservat und ebenfalls mit einem Hirschfänger, gibt neue Rätsel auf, und erst ein dritter, diesmal an einem Mann, führt Cupido auf die richtige Fährte. Denn dieser gibt erste Hinweise auf irritierende Zusammenhänge zwischen all den Personen, mit denen Cupido in Kontakt war.

Eugenio Fuentes, 1958 in Cáceres (Estremadura) geboren, wurde für jeden seiner bisher erschienenen drei Romane mit namhaften spanischen Literaturpreisen ausgezeichnet. Seine Kriminalromane zeichnen sich nicht nur durch anhaltende Spannung, sondern auch durch intellektuellen Einfallsreichtum und sprachliche Eleganz aus.
Für die Komposition konnte Javier Pérez de Arévalo gewonnen werden, auch er in Spanien mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.