Die Mondnacht

Science-Fiction-Hörspiel von Stanislaw Lem

Regie: Dieter Hasselblatt

Produktion: BR/NDR/SDR/SFB 1976
Dauer: 48'10

Aus den Reservetanks einer Forschungsstation auf dem Mond entweicht der Sauerstoff. Der Rest reicht nur noch für einen der beiden dort beschäftigten Wissenschaftler zum Überleben bis zum Eintreffen der nächsten Versorgungsrakete. Im Überlebenskampf versucht jeder der beiden Männer, den anderen umzubringen. Dabei gibt es jedoch ein Problem: ein hinter unzerstörbarem Panzerglas deponiertes, nicht abstellbares Tonbandgerät zeichnet jeden Laut in der Forschungsstation und jedes dort gesprochene Wort auf; der Täter wäre also anhand dieses Bandes zu überführen. Nun versucht jeder, das Band zu täuschen. Eine Hörspielsituation par excellence! Neben der Spannung vermittelt dieses Hörspiel einige Erkenntnisse über die Problematik rein akustischer Realitätswahrnehmung.

Hinter dem romantisch klingenden Titel verbirgt sich die harte Realität einer genau ausgedachten und morgen schon möglichen Krisensituation auf dem Mond, in einer wissenschaftlichen Forschungsstation: Zwei Mond-Forscher - Dr. Blopp und Dr. Mills - müssen kurz vor ihrer Ablösung entdecken, dass der Sauerstoff wegen eines Lecks im Reservoir nur noch für einen der beiden reicht. Und so versuchen sie, sich in einem psychologischen Pokerspiel gegenseitig auszutricksen, ihr eigentlicher Gegner aber ist die Technik.

Mitwirkende:
Bodo Primus - Dr. Blopp
Horst Michael Neutze - Dr. Mills
Reinhard Glemnitz - Stimme aus Houston
Manfred Schott - Speaker
Gisela Hoeter - Monder, der Stations-Computer

Stanislaw Lem, geboren 1921 in Lemberg/Galizien, ist ein polnischer Philosoph, Essayist und Science-Fiction-Autor. Seine Bücher wurden bisher in 41 Sprachen übersetzt und erreichten eine Auflage von mehr als 27 Millionen verkaufter Exemplare. Lem lebt heute in Krakau, wo er eine Professur für Literatur innehat.