Monk

von William Faulkner
Regie: Manfred Mixner
Produktion: SFB 1997
54'

„Er war schwachsinnig, vielleicht sogar ein Kretin; er hätte überhaupt nicht ins Zuchthaus geschickt werden dürfen“: Monk, der als verwildertes Kind bei der Leiche seiner Großmutter gefunden worden war, wird beschuldigt, einen Mord begangen zu haben, und er leugnet nicht. Er wird zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt. Als sich seine Unschuld herausstellt, er begnadigt werden soll, begeht er einen Mord: er erschießt den Gefängnisaufseher. Onkel Gavin, ein alter Anwalt, findet nur mühsam und leider zu spät heraus, warum Monk diesen Mann erschossen hat.
William Faulkner beschreibt auf faszinierend lapidare und eindringliche Weise die grausame soziale Wirklichkeit in den Südstaaten der dreißiger Jahre.

Es liest: Christian Brückner

William Faulkner (1897-1962), stammte aus einer reichen Pflanzerfamilie der Südstaaten, studierte Literatur, wurde selbst Farmer. Im Krieg war er Pilot der kanadischen Luftwaffe. 1929 hatte er mit dem Südstaaten-Familienroman „Sartoris“ seinen ersten großen Erfolg als Autor. 1949 erhielt Faulkner den Nobelpreis für Literatur.