Monsieur Cousin und die Einsamkeit der Riesenschlangen

von Romain Gary

Regie: Andreas von Westphalen
Komposition: Jerome Baillet
Produktion: WDR 2009
Länge: 55'

Der Statistiker Monsieur Cousin lebt allein in der Zehn-Millionen-Stadt Paris. Vor lauter Einsamkeit beginnt er, seine Zweizimmerwohnung mit "Schmuserchen" zu teilen einer 2,20 Meter langen Pythonschlange. Die ringelnden Umarmungen des Reptils ersetzen ihm die menschlichen Liebkosungen. Aber eine Riesenschlange löst nicht nur alte Probleme, sie schafft auch unzählige neue. Die Kontakte zu Kollegen und Nachbarn gestalten sich für den gehemmten Einzelgänger zunehmend schwieriger, wiederholt gerät er in Konflikte mit allen möglichen Ordnungshütern. Die Schlange verkompliziert obendrein auch seine "Beziehung" zu der exotischen Schönheit Mademoiselle Dreyfuss, mit der er seit einem Jahr an jedem Arbeitstag die neun Stockwerke des Statistischen Amtes im Fahrstuhl bereist. Enttäuscht von der Welt, zieht Monsieur Cousin sich mehr und mehr in Schmuserchens Umarmungen zurück. Schließlich windet sich auch sein Inneres in heillose Verknotungen und eine merkwürdige Verwandlung beginnt.

Mit: Jochen Langer, Ernst August Schepmann, Renate Becker, Hanna Seiffert, Walter Gontermann, Rainer Homann, Horst Mendroch, Nina Weniger, Bruno Winzen, Thomas Balou Martin, Gereon Nußbaum, Volker Niederfahrenhorst, Caroline Schreiber, Thessy Kuhls, Carla de Andrade-Hurst

Romain Gary (1914-1980), französischer Schriftsteller, Übersetzer und Regisseur, erhielt als einziger Autor den wichtigsten französischen Literaturpreis "Prix Goncourt" zweimal, da erst nach seinem Tod bekannt wurde, dass er auch hinter dem Pseudonym Emile Ajar steckte. "Monsieur Cousin und die Einsamkeit der Riesenschlangen" ("Gros- Câlin") veröffentlichte er ebenfalls als Emile Ajar.