Der Mord in der Rue Morgue

von Edgar Allan Poe
Bearbeitung und Regie: Edmund Steinberger
BR 1965
49'

Mr. Auguste Dupin löst mit Hilfe seiner unübertrefflichen analytischen Kombinationsgabe einen grausamen Doppelmord, mit dessen Aufklärung die Pariser Polizei vollkommen überfordert ist. Nächtliche Schreie lassen besorgte Nachbarn in ein Haus einbrechen. In einem Hinterzimmer bietet sich ein erschreckendes Bild der Verwüstung: ein blutiges Rasiermesser, ausgerissene Haarbüschel, dann werden zwei Leichen entdeckt. Im Kamin steckt kopfüber die erwürgte Tochter der Ermordeten, die man mit durchschnittener Kehle im Hinterhof findet. Mr. Dupin stellt eine Reihe rationaler Überlegungen an, vergleicht Zeugenaussagen, vollzieht den geschilderten Tathergang nach. Der abschließende Besuch des Tatortes bestätigt lediglich die Schlüsse, die er aus seinen Analysen gezogen hat – der Fall ist gelöst.

Mit Wolf Euba, Erik Jelde, Christian Marschall, Fritz Straßner, Horst Tappert, Christian Wolf u.a.

Edgar Allan Poe gilt als der erste Autor von Detektivromanen. Die Geburtsstunde der modernen Kriminalliteratur wird auf 1841 datiert, auf den Erscheinungstermin der Erzählung Der Mord in der Rue Morgue. Sie gilt als Schlüsselerzählung der Gattung, die klassische Struktur des Plots und der Aufbau des Spannungsbogens können exemplarisch an ihr aufgezeigt werden.
Edgar Allan Poe (1809-49), US-amerikanischer Schriftsteller. Aufgewachsen in Boston, im Alter von zehn Jahren verwaist. Studium, Militärdienst. Werke u.a. 'Die Abenteuer Gordon Pyms' (1838), 'Der Untergang des Hauses Usher' (1839).