Der Mordprozeß Mary Dugan

von Bayard Veiller
Hörspielbearbeitung: Christian Boehme
Regie: Gerd Beermann
SWF 1948
66 Min.

Die 30jährige Tänzerin Mary Dugan ist des Mordes an dem vermögenden Edgar Rice angeklagt. Ihrem Bruder gelingt es, die Sache selbst vor Gericht zu bringen, anstelle des Verteidigers West. Es stellt sich heraus, dass Mary mehrere Verhältnisse mit wohlhabenden Männern hatte, vor allem mit der Absicht, Geld für Ausbildung und Studium des Bruders aufzutreiben. Dieser erfährt erst jetzt von der Herkunft seiner Studiengelder. Mit Edgar Rice hatte sie ebenfalls ein Verhältnis.
Ihre Glaubwürdigkeit wird erschüttert, als sie gesteht, dass Rice sich ihretwegen von seiner Frau trennen und sie zur Erbin seines Vermögens machen wollte. Ihr Bruder klärt jedoch auf, dass Rice von einem Linkshänder erstochen wurde und Mary Dugan Rechtshänderin ist.
Der spannende Prozeß um die zu Unrecht des Mordes beschuldigte berühmte Tänzerin Mary Dugan wurde 1948 als transatlantische Live-Reportage dramatisch in Szene gesetzt, unterbrochen von Werbepausen, in denen unter anderem ein »Ferngeruchsempfänger« angepriesen wird: »Ist für den Import nach Deutschland vorgesehen, denn in Deutschland kaufen sie alles!«

Mit Irmgard Weyrather, Hilda Richter, Cläre Ruegg, Käthe Everth, Arno Ebert, Heinz Schimmelpfennig u.a.

Bayard Veiller (1869-1943) wurde in Brooklyn geboren und lernte als Journalist auch die Gerichtssäle kennen, in denen mehrere seiner erfolgreichen Kriminalstücke spielen, die weniger durch differenzierte psychologische Entwicklung als durch Spielbarkeit bestechen.