Myers Kriminalroman

von Ingomar von Kieseritzky
Regie: Jörg Schlüter
Produktion: WDR 2003
55’

Constable Myers versucht sich als Kriminalschriftsteller, aber trotz eines Fernlehrkurses „Schule des Schreibens“ kommt er nicht über einen schlechten Anfangssatz hinaus. Er sucht Rat bei seinen Nachbarn Howard und Horace, die sich auch der Schriftstellerei widmen, doch die beiden plagen andere Sorgen: Major Stoke hat seinen Besuch angekündigt und muss trotz maroder Finanzen der Gastgeber angemessen bewirtet werden. Der alte Militärstratege will seine Visite nutzen, um sich in dieser ländlichen Idylle ein Häuschen zu kaufen. Seine gesamten Ersparnisse von knapp 50000 Pfund hat er gleich mitgebracht.
Major Stokes plötzliches Verschwinden wird zwar argwöhnisch von der Presse registriert, nicht aber vom örtlichen Constable. Die Gentlemen Howard und Horace könnten sich also beruhigt zurücklehnen, wäre da nicht Cousine Betty, deren vernichtende Wirkung Howard mit dem Bombenangriff auf Coventry vergleicht.

Mit: Hanns-Jörg Krumpholz, Patricia Harrison, Walter Gontermann, Josef Quadflieg u.a.

Ingomar von Kieseritzky, 1944 in Dresden geboren, lebt seit 1971 als freier Schriftsteller in Berlin. Er verfasste Romane und zahlreiche Hörspiele, u.a. „Aktenlos oder Der Hamster im Laufrad“ (1993) und „Die Frage des Yeti oder die Lichtung“ (1994), die beide als „Hörspiele des Monats“ von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ausgezeichnet wurden. Für „Compagnons und Concurrenten oder Die wahren Künste“ (1996) erhielt Kieseritzky den „Hörspielpreis der Kriegsblinden“. Der WDR sendete zuletzt von ihm die Hörspiele „Cogito in vitro“ (1999), „Insel der Erzähler“ (2000) und „Menagerie“ (2001).