Das Netz

von Hans Kasper
Dauer: 59'00
Produktion: SFB 1969
Regie: Hans Bernd Müller

Der Alltag bietet dem Bürger Gelegenheit genug, seine Hilfsbereitschaft oder Zivilcourage unter Beweis zu stellen. Aber die Situationen, in denen er diese Tugenden zeigen kann, sind doch meistens harmlos, fordern ihm nicht allzuviel ab.
Manchmal aber doch. - Herr A. zum Beispiel, trifft eines Tages auf dem Heimweg vom Büro eine völlig verstörte, hilflose Frau. Hilfsbereit führt er sie in ihre Wohnung. Doch das Heim der Dame entpuppt sich als eine Mörderhöhle. Auf dem Boden liegt, von einem Beilhieb hingestreckt , ihr Gatte.
Offen gesteht die Dame, dass sie die Mörderin ist. Aber sie behauptet auch, dass der Tote ein Sadist war, der sie mit infamen Tricks in den Selbstmord oder Wahnsinn treiben wollte.
Die Behauptungen der Dame klingen überzeugend. Beweise für die teuflischen Methoden des Gatten schwimmen sogar im Aquarium. Herr A. ist überzeugt: nicht der Mörder - der Ermordete ist in diesem Falle schuldig. Er geht weg, um etwas zur Rettung der Dame vor der Polizei zu unternehmen. Als er zurückkommt, erwartet ihn eine böse Überraschung

Hans Kasper, als Dietrich Huber geb. am 24. Mai 1916 in Berlin, Schriftsteller und Autor zahlreicher Hörspiele. Außerdem schrieb er Fernsehskripts und über viele Jahre Aphorismen und hintersinnige Verse für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Seine Anti-Kriegs-Komödie „Geh David helfen“ (HR/BR 1962) erhielt den renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden. Hans Kasper starb am 3. September 1990 in Frankfurt am Main.