Neues vom Todesstreifen

von Jiri Polak

Regie: Christoph Pragua
Produktion: WDR 2006
Länge: ca. 54'

Der Immobilienscout Leo sucht für eine Agentur leerstehende Objekte. An der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze findet er ein offenbar verlassenes, einsames Haus, nahe dem ehemaligen "Todesstreifen". Die Lage verheißt nichts Gutes, aber dennoch gibt es schon bald die ersten Interessenten: Ein zerstrittenes Ehepaar will das Haus besichtigen, um in der Einsamkeit einen Neuanfang für die angeschlagene Ehe zu wagen. Leo versucht den Besitzer zu finden, einen alten Mann namens Gawron, trifft aber nur auf Sonja, die sich auf dem Dachboden häuslich eingerichtet hat. Sonja ist nicht besonders kooperativ und bringt gleich das erste Verkaufsgespräch zum Scheitern. Unterstützt wird sie dabei von einem selbsternannten "Oberst" und dessen aggressivem Freund. Als dann auch noch ein alter Vagabund auftaucht, der ebenfalls Ansprüche auf das Haus geltend macht, weiß Leo, dass er sich in eine unangenehme Gegend verirrt hat.

Jifi Polak, geboren 1948 in Prag, besuchte die Film- und Fernsehakademie. Sein Widerstand gegen das politische System führte zu Verfolgung und Berufsverbot. Unter verschiedenen Namen von Freunden schrieb Polak als "Schwarzer Autor", bis er 1980 ausgebürgert wurde und in die Bundesrepublik kam. Er lebt in Berlin.