Nichts. Was im Leben wichtig ist

von Janne Teller
Aus dem Dänischen von Sigrid C. Engeler

Regie: Leonhard Koppelmann
Produktion: SWR 2011
Länge: 75'

"Nichts bedeutet irgendetwas, das weiß ich seit Langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden", sagte Pierre Anthon. Eines Tages jedoch verlässt Pierre Anthon einfach den Unterricht, verweigert jegliches Tun, setzt sich auf einen Baum und spottet auf seine Mitschüler, die wie Agnes, die Erzählerin der Geschichte, weiter zur Schule gehen. Pierre Anthons radikal-nihilistischer Handlungsanweisung wollen seine Mitschüler nicht folgen. Ohne die Erwachsenen ins Vertrauen zu ziehen, beschließt die Klasse, in einem entlegenen Sägewerk die Dinge zu einem kleinen Hügel aufzuhäufen, die für sie von Bedeutung sind. Was als harmloses Spiel beginnt, eskaliert und rüttelt an den Normen eines friedlichen und zivilen Zusammenlebens.

Mit: Kostja Ullmann, Anna Fischer, Maike Jüttendonk, Carmen Birk, Marion Kittel, Simon Jensen

Janne Teller, geboren 1964 in Kopenhagen, lebt als Schriftstellerin in New York. Sie arbeitete als Konfliktberaterin der EU und UN und setzte sich in Krisengebieten für die Menschenrechte ein, bevor sie sich 1995 ganz dem Schreiben widmete. "Nichts." (2000) ist ihr erstes Jugend- buch. Es wurde zunächst an dänischen Schulen verboten und ist inzwischen ein internationaler Bestseller. 2010 erschien es in deutscher Übersetzung, seit Herbst 2011 wird es an zahlreichen deutschsprachigen Bühnen in einer Theateradaption gespielt.