Niemandsland

von Michael Koser
Regie: Alexander Malachovsky
Produktion: : BR 1985
55 Min.

Es war einmal eine Zeit, da gab es Privatdetektive. Harte Männer, gerecht,
nie um eine Antwort und einen Ausweg verlegen. Aber in den ersten
Jahren dieses Jahrtausends gibt es nur noch einen: Jonas. Er ist der
letzte seiner Zunft. Nicht mehr ganz so hart, auch nicht immer gerecht,
manchmal fällt ihm auch gar keine Antwort ein – und einen Ausweg muss
er meist lange suchen, aber dafür ist er auch nicht allein: Sam, sein
Begleiter, ist immer dabei. Sam ist der unentbehrliche, überprogrammierte
und zuweilen recht geschwätzige Computer. Er kann alles. Außer Walzer
tanzen. Und Kinder kriegen...

Niemandsland, 2010: Jonas wird von Martin Sesam in das Land
geschickt, das in den späten Neunzigern entstanden ist. Nach den
großen Hungermärschen aus dem Süden und den langen
Abwehrschlachten. Jetzt ist es ein wilder Landstrich, ohne Gesetze, voller
Gefahren. Wie seinerzeit der amerikanische Westen. Jonas lockt man
dorthin nur mit normalen, soliden Euros und mit einem normalen, soliden
Kater – eingefangen im "Casablanca", Babylon, Vereinigte Staaten von
Europa. Computer Sam dagegen hat keinen Kater, deswegen auch starke
Bedenken gegen das Ansinnen von Herrn Sesam. Stark sind auch die
zwei Metro-Killer. Ihr Auftrag? Joans und Sam aus dem Weg zu räumen...


Michael Koser, Jahrgang 1938, schreibt seit über 30 Jahren vor allem für
das Radio und hat sich auf Kriminalhörspiel-Reihen konzentriert; es
entstanden die Reihen "Die Denkmaschine" mit über 70 Abenteuern von
Professor van Dusen und "Der letzte Detektiv" mit bislang 32 Folgen. 1973
erhielt er den Kurt-Magnus-Preis der ARD.