Nimm Platz und stirb!

von Hans Gruhl

Bearbeitung: Hans-Georg Berthold
Regie: Curt Goetz-Pflug
SFB 1964
5 Teile (mono)

Teil 1 (32'18)

Endlich ist es so weit: erster Drehtag zum Film mit dem einfallsreichen Titel ›Mord verjährt nie‹. Das Drehbuch stammt von dem geselligen und mit goldigem Humor gesegneten Kriminalschriftsteller Hans Trubo (»Trubo, von Trunkenbold«), der den Dreh im Studio 6 begleitet. Nach schier endlosen Streitereien zwischen dem Produzenten und dem Regisseur über die Anzahl der Drehtage, die Besetzung und die Schlussszene sind die ersten Szenen nun also im Kasten. Doch kaum begonnen, geraten die Dreharbeiten schon wieder ins Stocken – als einer der schweren Deckenscheinwerfer herunterdonnert und Valentin Serkoff, den Besitzer der Sirius-Film, im Genick trifft. Ihm kann niemand mehr helfen. Trubo kommt die Sache seltsam vor.

Mit Martin Hirthe, Kurt Mühlhardt, Norbert Langer, Eva Andres, Ute Marin, Otto Braml, Stanislav Ledinek, Franz Arzdorf u.a.

Teil 2 (36'21)

An einen Unfall glaubt inzwischen kaum noch jemand. Das Filmteam macht sich Gedanken darüber, wer den Verleiher Serkoff beseitigen wollte und warum. Dem pfiffigen Drehbuchautor Hans Trubo kommt dabei ein ganz anderer Verdacht: Hat der herabstürzende Scheinwerfer Serkoff nur aus Versehen getroffen, während das eigentliche Ziel der Regisseur Stefan Reinold war? Schließlich saß Serkoff auf dessen Stuhl, als das ›Unglück‹ geschah. Am Set wimmelt es von Menschen, die die Gelegenheit und sicher auch ein Motiv hatten: der knauserige Produzent Kirschbaum, eifersüchtige Stars und ehrgeizige Starlets, selbst die Beleuchter. Bis Kommissar Nogees und seine Leute den Tatort gesichert haben, kann jedenfalls nicht weitergedeht werden. Unterdessen will sich das Team die bisherigen Aufnahmen noch einmal gemeinsam ansehen, ›Serkoffs Tod auf Zelluloid‹. Nach der Vorführung bleibt einer regungslos im Saal sitzen ...

Mit Martin Hirthe, Reinhold Bernt, Fritz Löffler, Arnold Marquis, Kurt Mühlhardt, Ute Marin, Renate Biehl, Norbert Langer, Eva Andres und Otto Braml

Teil 3 (36'58)

Wem ein Messer aus dem Rücken ragt, der wurde bestimmt nicht das Opfer eines Unfalls. Als Zweiten am Set hat es also den Regisseur Stefan Reinold erwischt. Wer war der Mann, den der Autor Trubo zur Tatzeit auf dem Gang vor Reinolds Tür gesehen hatte? Es kann nicht – wie er annahm – der Schauspieler Paul Carolys gewesen sein. Der behauptet nämlich, die Vorführung nach kurzer Zeit verlassen zu haben. Und was waren das für merkwürdige Geräusche, die Trubo in der Mordnacht aus dem Studio 6 hörte? Rätsel, auf dessen Lösung Trubo gespannt ist. Daher ist es nicht nur tapfer von ihm, als er die Aufgabe übernimmt, Frau Vera Perrin-Reinold davon zu unterrichten, dass ihr Geschiedener nun ein Dahingeschiedener ist. Durch sie erfährt Trubo, dass Stefan Reinold zuvor schon einmal verheiratet war, mit einer Schauspielerin, an deren Namen sich Vera allerdings nicht erinnert. »Und nun werde ich die fixe Idee nicht los, dass Stefans erste Frau der Schlüssel ist zu dieser finsteren Geschichte...«

Mit Martin Hirthe, Arnold Marquis, Hermann Wagner, Franz Arzdorf, Otto Braml, Helga Lehner, Renate Biehl und Norbert Langer

Teil 4 (40'49)

Warum steckt der Drehbuchautor Hans Trubo seine Nase auch in Dinge, die ihn eigentlich nichts angehen? Vermutlich eine Berufskrankheit des Krimiautors. Oder traut er dem gestandenen Kommissar Nogees etwa nicht zu, den Fall zu lösen? Er will der Polizei helfen, sagt er. Als Nächstes schnüffelt Trubo in der Künstlerkneipe herum, in der Stefan und seine damalige Frau Stammgäste waren. Vielleicht kann Adele, die Wirtin, das Geheimnis um Reinolds erste Ehe lüften, das nach Trubos Ansicht das Motiv zum Mord an Reinold birgt.

Mit Martin Hirthe, Norbert Langer, Gerd Holtenau, Reinhard Kolldehoff, Lore Weiser, Lou Seitz, Renate Biehl Otto Braml und Anna Marie Böhme

Teil 5 (43'50)

Auch in die Künstlerkneipe, in der der Regisseur Stefan Reinold mit seiner Entourage einzukehren pflegte, kommt Hans Trubo zu spät. Die Wirtin Adele, die sicher etwas über Reinolds erste Frau gewusst hat, ist zwei Tage zuvor verstorben. Ihre Tochter erinnert sich immerhin an einen alten Theateragenten, der Trubo und seinem ›Watson‹, dem Jungschauspieler Thomas Jüstel, weiterhelfen könnte: Istvan Lobkowitz. Doch auch Lobkowitz wird daran gehindert, Trubo etwas zu verraten: durch zwei Einschusslöcher in der Stirn. Wer ist der Schurke, der Trubo jedesmal zuvorkommt?

Mit Martin Hirthe, Anna Marie Böhme, Renate Biehl, Ute Marin, Norbert Langer u.a.

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