Die Novizen

von Friedemann Schulz
Regie: Ulrich Lampen
hr 2005
60 Min.

Jonas fährt Pizza aus. Als er tief in der Nacht einem Jungen eine Pizza bringt, erinnert ihn das an seine eigene Kindheit. An das nächtliche Warten auf seine Mutter, die als Prostituierte arbeitete. Sie wurde mit einer Netzstrumpfhose im Mund tot aufgefunden, der Mörder nie gefaßt.
Er ging danach in ein Kloster, bekam den Namen Jonas und arbeitete in dem angegliederten Pflegeheim.
Dort kümmert er sich um einen merkwürdigen Alten im Rollstuhl, fährt ihn so oft wie möglich durch den Park: Altmann, der Bodenfahrer, und Jonas, der Bodenfahrerschieber.
Begleitet werden die beiden zuweilen von einem belgischen Halbblut, das auf dem Klostergelände sein Gnadenbrot frißt. Eines Tages schiebt Altmann dem Gaul, den er nur den »hintergiftigen Kerl« nennt, seine Hand ins Maul mit den Worten »Jetzt beiß' mir die Hand ab, wenn sie was Böses getan hat«. Die rätselhaften Äußerungen des Alten und die Gebete der Mönche führen Jonas schließlich auf eine Spur, der zu folgen er seiner Mutter schuldig ist...

Mit Matthias Koeberlin, Marc Hosemann, Robin Rohrmann, Heinrich Giskes, Volkert Kraeft, Sylvia Heid u.v.a.

Friedemann Schulz, geboren 1945, arbeitete bis Anfang der 80er Jahre als Psychologe in verschiedenen klinischen Einrichtungen. Er schreibt seit über 20 Jahren Hörspiele und Drehbücher und lebt als freier Autor und Regisseur in Neuwied. Seit 1993 Dozent für Drehbuch an der Filmhochschule Ludwigsburg.