Okke Dillens letzter Bericht

von Jochen Ziem
Regie: Günter Sauer

Produktion: Westdeutscher Rundfunk 1972
54’

Weltallreporter Okke Dillen bricht mit einem Raumgleiter in die Stadt auf, die in seiner Heimat nie mehr beim Namen genannt, sondern nur noch beschönigend umschrieben wird. Die Stadt, „die für immer in unserem Herzen verankert ist“, wurde durch die Status-quo-Verträge zwischen der Ersten und der Zweiten Welt zum Sperrgebiet erklärt. Der Reporter findet in dieser Exklave desolate Zustände vor. Die Bewohner leben wie im Bürgerkrieg und müssen sich mit den knappen natürlichen Reserven der zerfallenen Stadt behelfen. Okke Dillens Tonband-Aufzeichnungen vermitteln der Außenwelt einen Eindruck von den Existenzkämpfen der Stadtbewohner.

Darsteller:
Hansjörg Felmy, Alf Marholm, Gisela Trowe, Alwin Joachim Meyer, Michael Thomas, Manfred Georg Hermann, Alexander May u.a.

Jochen Ziem (1932-1994) war Reporter bei ADN in Halle/ Saale. Ab 1956 lebte er in der BRD, wo er als Hilfsarbeiter, Reporter und Redakteur arbeitete, ab 1966 als freier Autor.