Ottos Mops und andere Kalamitäten - Die Lautpoesien des Ernst Jandl

Mit Harry Lachnerr

ARD Radiofestival - Jazz

"Ottos Mops": eine leicht "despektTierliche" Etüde in "O". Es ist das bekannteste Gedicht des österreichischen Laut-Poeten Ernst Jandl und hat nicht nur den Weg in die Schulbücher gefunden, sondern auch zahlreiche Jazzmusiker zu Vertonungen angeregt. Vor allem der Saxofonist Wolfgang Puschnig hat in etlichen Stücken zu einer idealen Verbindung von Musik und Jandls rhythmisierter Sprechdichtung gefunden. Dass die Wurzeln Jandl'scher Kunst, ihrem Vor- und Wortwitz, nicht nur in der Dada-Lyrik zu finden sind, sondern auch im Jazz liegen, hatte der Österreicher selbst deutlich gemacht: Er pflegte eine ungebrochene Liebe zum Scat-Gesang, zu den Vokal-Delirien eines Babs Gonzales. Jandl, der vor zehn Jahren starb, hätte am 1. August seinen 85. Geburtstag begehen können.

Ihm zu Ehren wirft Harry Lachner im ARD Radiofestival einen Blick auf seinen unsterblichen Sprachwitz, seine Inspirationsmusik und einige Vertonungen seiner Gedichte.