Play Dagobert

von Stefan Kaegi
Musik, Text und Produktion: Stefan Kaegi
Produktion 2001
Länge: ca. 58'

Mit Swantje Henke und René Stäbler

Tatort Stadttheater: Über Lautsprecher erklingt die zitternde Stimme einer Oberbürgermeisterin, die an unbekanntem Ort als Geisel gehalten und gezwungen wird, Kleists "Käthchen von Heilbronn" vorzutragen, und zwar, bis das Lösegeld in kleinen Scheinen auf der Bühne liegt. Die Regie zeichnet mit dem Pseudonym "Funke", doch Arno Funke, der unter dem Pseudonym "Dagobert" Kaufhäuser erpresste und Fahnder narrte, erweist sich als unschuldig.
Das erboste Publikum weiss nicht, ob es den Ernst der Lage ernst nehmen soll oder nur mal wieder etwas besonders Experimentelles vorgesetzt bekommt. Jedenfalls geht es vorsorglich hinter den Sesseln in Deckung, denn es ist weder zu übersehen noch zu überhören, dass da ein Kampf tobt. In ihn verwickelt jede Menge Polizisten, V-Männer, Journalistinnen, Politiker, ein heillos überforderter Intendant, eine zweifelhafte Regisseurin namens Marta Krombacher - und Regieassistent Gottschalk und Souffleuse Gudrun, die es in dem ganzen Wirbel auch noch fertig bringen, sich ineinander zu verlieben.

Mit seiner vergnüglich verwirrenden Love- und Erpresserstory nimmt der Autor und Regisseur Stefan Kaegi Kultur- und Konsumwelt gleichermassen auf die Schippe.