Potsdamer Platz

von Buddy Giovinazzo
aus dem Amerikanischen von Frank Nowatzki
Bearbeitung: Martin Compart
Regie: Petra Feldhoff
Produktion: WDR 2004
55', 55'

Früher ein ödes Niemandsland, heute eine Mischung aus Bielefeld Zentrum und Liliput-Manhattan. Dazwischen war der Potsdamer Platz die größte Baustelle Europas - und ein lukratives Geschäft, an dem auch die Mafia kräftig mitverdienen wollte.
Berlin, 1995: Auf der gigantischen Baustelle tobt ein erbitterter Kampf um Großaufträge. Schließlich werden die beiden Mafiakiller Tony und Hardy aus den USA eingeflogen, um hier mal richtig aufzuräumen. Nur nieten sie dabei gleich die 14-jährige Tochter eines russischen Bosses um. Die Grabenkämpfe eskalieren: Russen, Türken, Italiener und die ehemalige Stasi gehen mit den grausamsten Methoden aufeinander los. Längst geht es nicht mehr nur um das dickste Stück Kuchen von der Großbaustelle. Aber die Regeln dieses Spiels, das immer mehr zum brutalen Schlachten wird, darf keiner hinterfragen. Das weiß der Profi Tony nur zu genau. Doch seitdem er in einem Club in Ostberlin ein Mädchen getroffen hat, werden alte Erinnerungen und längst vergessene Gefühle wieder hochgespült. Und dann passiert, was nicht passieren darf: Er führt eigenmächtig einen Auftrag nicht aus.

Buddy Giovinazzo hat Film am College von Staten Island studiert und bereits etliche Musikvideos, Dokumentar-, Spiel- und Fernsehfilme gedreht. Er unterrichtete 10 Jahre lang Regie (u.a. an der New Yorker School of Visual Arts), als Autor veröffentlicht er schonungslose Krimis zwischen Pulp und Hyperrealismus. Ein längerer Deutschland-Aufenthalt inspirierte ihn dazu, die Gewaltorgien der Mafia-Killer nach Berlin zu verlegen: Pulp Fiction am Potsdamer Platz.