Lebende Bilder Toter Mann

von Michael Koser
(unter Verwendung zweier Figuren von Jacques Futrelle)
Regie: Rainer Clute
Ton: Sören Pehrs
Produktion: RIAS 1979
57'35

Mitwirkende: Professor van Dusen - Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch - Klaus Herm
Mary Chitterley - Gesche Schmoll
Inspektor Poubelle - Klaus Miedel
Charles Leblanc - Klaus Jepsen
Valérie Lumiès - Helga Lehner
Guy Maréchal - Wolfgang Condrus
Stationsvorsteher/Zollbeamter - Andreas Tieck
Porno-Händler - Ortwin Speer
Telephonistin - Anna Klasse
Fremdenführerin/Filmschausp. - Marina Neumann


Der Autor Michael Koser verfrachtet seinen Professor van Dusen diesmal nach Calais und begleitet ihn weiter auf seiner Reise nach Paris. Schon im Zug läuft ihm eine Dame über den Weg, die einstmals zu seinen Lieblingsschülerinnen zählte, die dann aber durch den Tod der Eltern ihr Studium abbrechen musste. Sie ist ebenfalls auf dem Weg nach Paris, um dort bei Georges Lumiès eine Stelle als Gouvernante anzutreten. Die Wiedersehensfreude geht schnell in tiefe Bestürzung über.
Als nämlich der Zoll Mary Chitterley auffordert, sie möge ihren Schrankkoffer öffnen und der Inhalt keineswegs den Angaben entspricht. Statt Garderobe finden die Zollbeamten eine Leiche im Koffer, die der Professor gleich als die des Georges Lumiès identifiziert. Dieser Aussage kann sich Mary Chitterley jedoch nicht anschließen, denn sie war noch am Tage zuvor von Lumiès persönlich engagiert worden und erkennt keine Ähnlichkeit mit dem Toten.
Von Inspektor Poubelle nach Einzelheiten befragt, kann die Mademoiselle nur versichern, dass der Schrankkoffer mit ihren persönlichen Sachen von zwei Trägern zum Bahnhof geschafft worden sei und dass sie mit dem Mord nichts zu tun habe.
Wenn auch der Professor an der Glaubhaftigkeit ihrer Aussage nicht zweifelt, der Inspektor sieht die Angelegenheit auf seine Weise und bringt die Dame erst einmal hinter Schloss und Riegel.
Van Dusen wird auf der Stelle tätig. Bei seinen außergewöhnlichen kriminalistischen Fähigkeiten kann man nur hoffen, dass seine Recherchen Erfolg haben werden.

Michael Koser, Jahrgang 1938, schreibt seit über 30 Jahren vor allem für das Radio und hat sich auf Kriminalhörspiel-Reihen konzentriert; es entstanden die Reihen "Die Denkmaschine" mit über 70 Abenteuern von Professor van Dusen und "Der letzte Detektiv" mit bislang 32 Folgen. 1973 erhielt er den Kurt-Magnus-Preis der ARD.