Professor van Dusens erster Fall

von Michael Koser
unter Verwendung zweier Figuren von Jacques Futrelle
Produktion: RIAS 1979
Ton: Sören Pehrs
Regie: Rainer Clute
53'35

Mitwirkende:
Professor van Dusen - Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch - Klaus Herm
Detective Sergeant Caruso - Heinz Giese
Dr. Clenam - Klaus Nägelen
Dr. Lasker - Peter Matic
Mrs. Denninger - Ingrid Kehler
Shimura - Dieter Ranspach
Hafenmeister/Stationsvorsteher - Will Hollers

Man reist von Paris nach Bad Emsingen, in einen der feudalsten Badeorte Deutschlands. Die Rede ist von dem weltweit bekannten und berühmten Professor Dr. Dr. Augustus van Dusen und seinem Begleiter Hatch. Das Ziel ist noch fern, die Bahnfahrt uninteressant. So kommt es, dass Hatch den Einstieg des Professors in das Metier der Kriminologie für rekapitulierenswert erachtet und van Dusens ersten Fall aufschreibt.
Bei dieser geschickten Rückblende hat der Autor Michael Koser gleichzeitig die erste Begegnung dieser beiden Figuren mit verarbeitet.
Es lag 6 Jahre zurück, als sich im Hafen von Brooklyn ein rätselhafter Unglücksfall ereignete. Ein Motorboot war mit Vollgas direkt auf den Pier zugesteuert, der Mann am Ruder tot, bekleidet mit einer holländischen Kapitänsuniform. In seiner Tasche fand man ein Spitzentaschentuch mit den Initialen EMB. Das war alles, was man wusste.
Ein Fall, verlockend genug für Professor van Dusen, sich der Kriminalpolizei zur Verfügung zu stellen.
Sehr schnell hatte er bei dem Toten etwas entdeckt, was der Polizei zwar nicht entgangen war, jedoch als wenig beachtenswert erschien: einen etwa zwei Zentimeter langen Schnitt am rechten Handgelenk, der mit einem Heftpflaster versehen war. Damit - und auf Grund seines überaus großen kriminalistischen Scharfsinns - hatte er das erste und wichtigste Glied in der Kette seiner weiteren Recherchen gefunden.

Michael Koser, Jahrgang 1938, schreibt seit über 30 Jahren vor allem für das Radio und hat sich auf Kriminalhörspiel-Reihen konzentriert; es entstanden die Reihen "Die Denkmaschine" mit über 70 Abenteuern von Professor van Dusen und "Der letzte Detektiv" mit bislang 32 Folgen. 1973 erhielt er den Kurt-Magnus-Preis der ARD.