Prof. Sigmund Freud: Familienersatz

von Heiko Martens

Regie: Christian Hagitte und Simon Bertling
Produktion: STIL/HR 2011
Länge: 57'

Wien, in den 1920-er Jahren: In der Hochburg der Psychoanalyse erscheinen zahlreiche von Freuds zentralen Werken, die seinen internationalen Ruhm als Psychoanalytiker begründen. Bis heute nicht hinreichend erforscht ist hingegen Freuds Einfluss auf die Kriminalgeschichte. In loser Folge senden wir historisch verortete, gleichwohl fiktive Fälle, die das segensreiche Handwerk des Couch-Ermittlers beleuchten. Dieser kommt bisweilen nur knapp mit dem Leben davon. Ein neuer Patient wird kurzfristig bei Sigmund Freud vorstellig. Die Sitzung nimmt jedoch schon frühzeitig einen dramatischen Verlauf, als der Mann eine Waffe zieht: Er habe seinen Vater ermordet und verlange vom Professor Absolution. Während die unerschrockene Freud-Tochter Anna den Gendarmen Karl Gruber herbeizitiert und beide angespannt vor dem Behandlungszimmer beratschlagen, was man tun kann, versucht Sigmund Freud mit den klassischen Mitteln der Psychoanalyse, den Mann zur Aufgabe zu überreden, bevor ein Unglück geschieht.

Mit: Hans Peter Hallwachs, Felicitas Woll, Andreas Fröhlich, Nicolas Artajo, Cathlen Gawlich, Wanja Mues u.a.

Heiko Martens, geboren 1974 in Hannover, lebt als freier Drehbuch- und Hörspielautor in Berlin. Von 1996-2002 studierte er Rechtswissenschaften an der Humboldt Universität Berlin, bevor er ab 2003 an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam Babelsberg zum Dramaturgen und Drehbuchautor ausgebildet wurde. Er schrieb zahlreiche Kurzfilme und arbeitet an einer Promotion zu Künstlerischen Gestaltungsmitteln in den Neuen Medien. Zudem ist er immer wieder an multimedialen Produktionen beteiligt.