Puma

von Ulf Miehe
Bearbeitung: Peter Schilske
Regie: Walter Adler
Produktion: WDR 2004
54'

Franz Morgenroth, genannt „Puma“, ein elsässischer Gangster, wird nach neun Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Er saß wegen eines Banküberfalls, hatte seine alten Komplizen jedoch nicht verraten. Dennoch enthalten ihm seine Kollegen seinen Anteil der Beute vor, so dass Puma einen neuen Coup starten muss, um über die Runden zu kommen. Er plant, die Tochter des reichen Waffenproduzenten Kammerloh zu entführen und nimmt ihre Spur auf. Zusammen mit zwei Kollegen aus Amerika und England gelingt die Entführung nach Plan. Fast. Denn sowohl Franz als auch der amerikanische Killer schlafen mit Billie, dem Opfer. Schlimmer noch: Der Erpresste zeigt sich von der Entführung seiner Tochter nicht beeindruckt. Er glaubt, sie selbst habe alles nur inszeniert, und weigert sich zu zahlen. Die „Opfer“ machen ihre eigenen Pläne - und der Puma droht wieder leer auszugehen.
Ein Krimi-Klassiker von 1976 in der Tradition der „Schwarzen Serie“.

Ulf Miehe (1940-1989) lebte zuletzt in München als Autor und Regisseur. Er schrieb Drehbücher für Filme wie „Nichts Neues unter der Sonne“, aber auch diverse „Tatort“-Folgen und Episoden vom „Fahnder“ (zusammen mit Klaus Richter). Sein erster Kinofilm „John Glückstadt“ (nach einer Novelle von Theodor Storm) wurde mit einem Bundesfilmpreis ausgezeichnet.