Punkt

von Dennis Cooper
Aus dem Amerikanischen von Torben Lohmüller

Regie: Thomas Wolfertz
Bearbeitung: Thomas Wolfertz
Produktion: WDR 2003
Länge: 54'

Sie sind jung, unwiderstehlich schön und ähneln einander auf fatale Weise. Es beginnt in der Ödnis der amerikanischen Provinz: Mit Crystal Speed und Satanismus wollen sich Leon und Nate ans Ziel ihrer Wünsche katapultieren. Das Opfer ihrer sadistischen Begierden wird ein taubstummer Junge, der Nate bestürzend ähnlich sieht - auf dieselbe unheimliche Weise, in der Nate wiederum einem Jungen gleicht, von dessen Selbstmord ein Video im Internet kursiert. Aber auch dieser scheint nur ein Doppelgänger zu sein...

In einem Spiegelkabinett der Identitäten und Obsessionen werden die Gesichter, Körper und Namen austauschbar. Was bleibt, ist die unstillbare Sehnsucht nach absoluter Hingabe, die sowohl Sex als auch Tod bedeuten kann.

Dennis Cooper, geboren 1953 in Pasadena/Kalifornien, ist laut Bret Easton Ellis "der letzte Outlaw im Mainstream der amerikanischen Literatur". Seine literarische Arbeit entwickelte sich aus dem engen Kontakt zu UndergroundKulturen von Amsterdam bis L.A. "Punkt" bildet den Abschluss eines fünfteiligen Romanzyklus.