Die Qualle

von Hermann Moers
Regie Wolf Euba
Mit Horst Sachtleben, Katrin Ackermann, Reiner Schöne, Franz Kutschera, Biggi Frey
Produktion BR 1977
56 Min.

Josef ist am End: Seine Frau ist mit dem gemeinsamen, eineinhalb Jahre alten Kind abgehauen und seinen Job hat er auch verloren. Er landet in einer Animier-Bar, um noch ein bisschen zu reden, bevor er sich umbringt. So erzählt er es zumindest Mandy, die sich um ihn kümmert. Mandy will keine Scherereien und berichtet gleich Sigi, ihrem Chef, von Josefs Selbstmord-Plänen. Sigi will auch keine Blutflecken auf dem Teppich und schon gar nicht die Polizei in seinem Haus. Also stimmt er Josef um und macht ihm ein Angebot, zu dem der nicht nein sagen kann: Josef soll den Kredithai Sommer umbringen, dem Sigi noch 20.000 Mark schuldet, und dabei noch Sommers Safe ausräumen. Josef sagt zu, um seiner Frau wenigstens eine Menge Geld hinterlassen zu können, und fährt zu Sommer, genannt die Qualle. Aber Sommer lässt sich so leicht nicht austricksen, schon gar nicht von einem verzweifelten Biedermann wie Josef.

Hermann Moers, geb. 1930 in Köln. Autor zahlreicher Dramen, Drehbücher und Hörspiele. Kaufmännische Ausbildung in der Autoindustrie, Abendabitur. 1958 Uraufführung seines ersten Bühnenstücks 'Zur Zeit der Distelblüte'. Auszeichnungen u.a. Gerhart-Hauptmann-Preis 1960. Hörspiele u.a. 'Der klingende Musiker' (RIAS 1960), 'Das Obdach' (NDR/SFB 1963), 'Der Sprachkursus' (BR 1966), 'Dom Antonio zwischen Himmel und Erde' (SFB/BR 1976).