Das Quartett

von Manuel Vázquez Montalbán
aus dem Spanischen
von Theres Moser
Bearbeitung und Regie: Matthias Kunkel
Produktion: WDR 1999/ca. 55'

Zwei Frauen, drei Männer - wie soll das gutgehen?
Zumal die Freunde auch noch einer leichtlebigen Jeunesse dorée
angehören: Carlota, die Kunsthistorikerin mit ihrem Faible für die
Präraffaeliten, ihr Mann Luis, der ihren Antiquitätenladen führt,
Pepa mit der Ausstrahlung einer Filmdiva der späten 40er Jahre
und der erfolgreiche und überaus
attraktive Architekt Modolell. Schiedsrichter und zugleich Publikum
dieses eingespielten Quartetts ist Senor Ventós, der seit einer
Ägyptenreise mit den beiden Paaren verbunden ist. Doch das
unbeschwerte Leben und die wechselnden Liebschaften haben
ein jähes Ende, als Carlota tot auf ihrem Landgut aufgefunden
wird. Wer könnte der Mörder sein? Ihr Ehemann Luis? Der
Liebhaber Modolell? Die immer schon eifersüchtige
Freundin Pepa? Der etwas exzentrisch-wirkende Senor Ventós?
Die Polizei hat schnell einen Verdächtigen gefunden. Aber
wird der wirkliche Mörder am Ende tatsächlich zur Rechenschaft
gezogen? "Der Schein ist die Wirklichkeit, und über ihn hinauszugehen,
erfordert eine Anstrengung, die fast niemand nötig hat.
Mit leichter Hand führt Manuel Vázquez Montalbán immer
wieder auf falsche Fährten. Und er präsentiert mit dem Quartett
ein literarisches Virtuosenstück über Paarbeziehungen.

Manuel Vázquez Montalbán, geboren 1939 in Barcelona,
ist Lyriker, Romanautor, Kolumnist und Gourmet. In
Deutschland lernte man ihn vor allem mit Kriminalgeschichten
des Privatdetektivs und Feinschmeckers José Pepe Carvalho
kennen, die zum Teil auch als
Hörspiele produziert und im WDR gesendet wurden, zuletzt
"Pablo und Virginia" (1995).

Mit: Gottfried John, Walter Renneisen, Katharina Palm, Caroline
Schreiber u.a.