Rabatz-Kolonne

von Robert Adolf Stemmle

Arendt: Wolfgang Preiss
Fräulein Schirrmeier: Margot Müller
Doktor Schützel: Otto-Ernst Lundt
Böhler: Hanns Bernhardt
Pütz: Wolfgang Golisch
Mutter Jansen: Cläre Ruegg
Gilles: Kurt Ebbinghaus

Chor des Waisenhauses Baden-Baden
Komposition: Karl Sczuka
Regie: Karl Peter Biltz
(Produktion: SWF 1951)

1948: Schmuggel an der deutschen Westgrenze. Ein Journalist recherchiert über die „Rabatzer", die „Kinderbanden", die am Kaffeeschmuggel beteiligt sind und den Gewinn an Hintermänner abliefern müssen. Das Verhör einiger Kinder lässt zerrüttete Familienverhältnisse und die Armut der Eltern erkennen. Die Schul- und Sozialämter führen einen verzweifelten Kampf gegen die sittliche und geistige Verrohung.

Dieses historische Hörspiel erzählt von einem brisanten ökonomischen Problem: Der Kaffeeschmuggel blühte vor 60 Jahren wegen der unterschiedlichen Höhe der Abgabenbelastung. In der jungen Bundesrepublik Deutschland waren es 11,60 DM pro Kilo Rohkaffee, in Österreich beispielsweise nur 1,10 DM. Das führte dazu, dass zwischen 1948 und 1953 Kaffee tonnenweise illegal über die Grenzen geschafft wurde.