Rameaus Neffe

von Denis Diderot
Aus dem Französischen von Johann Wolfgang von Goethe

Regie: Urs Helmensdorfer
Produktion: Schweizer Radio DRS 1975
Länge: 75'

Jean-Francois Rameau ist der Neffe des bekannten Barock-Komponisten, das eigene Talent reicht nur, um verzogenen Adelstöchtern Musikunterricht zu erteilen. Doch den galanten Plauderton der besseren Gesellschaft beherrscht Rameau meisterhaft und lässt sich auch ohne Gewissensbisse von ihr aushalten. Denis Diderot, Aufklärer, Philosoph und Romancier, lässt sein Alter Ego zufällig Rameau begegnen. Man gerät ins Gespräch über Mensch und Moral, Gesellschaft und Lüge und nicht zuletzt über das Wesen der Musik.

"Indem Diderot eine Gesprächsform wählte, setzte er sich selbst in Vorteil, brachte ein Meisterwerk hervor, das man immer mehr bewundert, je mehr man damit bekannt wird." Goethes Urteil ist, ebenso wie sein Gegenstand, immer noch zeitgemäß.

Mit: Wolfgang Stendar und Wolfgang Reichmann

Denis Diderot (1713-84), Jesuitenschüler, 1749 wegen kirchenkritischer Schriften im Gefängnis. Neben Voltaire gilt er als der Philosoph der französischen Aufklärung. Autor und Hrsg. der "Encyclopédie" und anderer Werke. Zahlreiche Hörspielbearbeitungen seiner Werke, z.B. "Jakob und sein Herr" (SR/SWF 1979).