Requiem

von Michael Koser
Regie: Heiner Schmidt
Produktion: BR 1984
60 Min.

Es war einmal eine Zeit, da gab es Privatdetektive. Harte Männer, gerecht,
nie um eine Antwort und einen Ausweg verlegen. Aber in den ersten
Jahren dieses Jahrtausends gibt es nur noch einen: Jonas. Er ist der
letzte seiner Zunft. Nicht mehr ganz so hart, auch nicht immer gerecht,
manchmal fällt ihm auch gar keine Antwort ein – und einen Ausweg muss
er meist lange suchen, aber dafür ist er auch nicht allein: Sam, sein
Begleiter, ist immer dabei. Sam ist der unentbehrliche, überprogrammierte
und zuweilen recht geschwätzige Computer. Er kann alles. Außer Walzer
tanzen. Und Kinder kriegen...

Babylon, Vereinigte Staaten von Europa, Spätherbst 2009. Ein trüber,
grauer Spätherbsttag, an dem ein wunderschöner Frühlingstag gerade zur
Neige geht. Das ist übrigens kein Widerspruch, denn in den Vereinigten
Staaten von Europa sind die Romantic-Parks selbstverständlich mit
Klima-Konvertern und Holo-Projektionen ausgestattet. Also: Ein Herbst-
bzw. Frühlingstag geht gerade zur Neige, als Jonas eine Nachricht von
persönlicher Dringlichkeitsstufe Eins erreicht: "Randy Orgas ist tot!" –
Randy, der unbestrittene King of Plastic Rock Pop.
Und Jonas stößt auch gleich auf Merkwürdiges: Den Totenschein für
Randy Orgas hat kein Robo-Doc ausgestellt, sondern ein echt
menschlicher Arzt – in all seinen biologischen Unvollkommenheiten...

Michael Koser, Jahrgang 1938, schreibt seit über 30 Jahren vor allem für
das Radio und hat sich auf Kriminalhörspiel-Reihen konzentriert; es
entstanden die Reihen "Die Denkmaschine" mit über 70 Abenteuern von
Professor van Dusen und "Der letzte Detektiv" mit bislang 32 Folgen. 1973
erhielt er den Kurt-Magnus-Preis der ARD.