Reservat

von Michael Koser
Regie: Heiner Schmidt
Produktion: : BR 1984
54 Min.

Es war einmal eine Zeit, da gab es Privatdetektive. Harte Männer, gerecht,
nie um eine Antwort und einen Ausweg verlegen. Aber in den ersten
Jahren dieses Jahrtausends gibt es nur noch einen: Jonas. Er ist der
letzte seiner Zunft. Nicht mehr ganz so hart, auch nicht immer gerecht,
manchmal fällt ihm auch gar keine Antwort ein – und einen Ausweg muss
er meist lange suchen, aber dafür ist er auch nicht allein: Sam, sein
Begleiter, ist immer dabei. Sam ist der unentbehrliche, überprogrammierte
und zuweilen recht geschwätzige Computer. Er kann alles. Außer Walzer
tanzen. Und Kinder kriegen...

Babylon, Vereinigte Staaten von Europa: Büroalltag. Eine neue Klientin
hat sich angesagt: Frau Marcus-Pallenberg. Gekleidet in echtes
Naturleinen, das mit fast echtem Naturpelz besetzt ist, garniert mit rund
drei Kilo Platin und Brillanten und belastet von einer großen Sorge – Cora,
ihre 15-jährige Tochter, ist ins Reservat geflüchtet. Zu Zombie, ihrem
Freund. Im Reservat leben Typen, die in der Welt draußen nicht
zurechtkommen können oder wollen. Man hat eine Mauer herumgebaut,
eine elektronische Schutzglocke draufgestülpt und es ist fast unmöglich,
drinnen zu überleben, wenn man nicht dazugehört. Jonas und Sam
dringen ein – und stoßen auf die Lust & Qual GmbH. Produzentin von
Holos Marke "Blut und Blubber"...

Michael Koser, Jahrgang 1938, schreibt seit über 30 Jahren vor allem für
das Radio und hat sich auf Kriminalhörspiel-Reihen konzentriert; es
entstanden die Reihen "Die Denkmaschine" mit über 70 Abenteuern von
Professor van Dusen und "Der letzte Detektiv" mit bislang 32 Folgen. 1973
erhielt er den Kurt-Magnus-Preis der ARD.