Der Rest war Schweigen

von Alexandra Marinina
aus dem Russischen
von Natascha Wodin
Bearbeitung: Stefan Ripplinger
Regie: Thomas Werner
Produktion: WDR 2000/46'

Anastasija Kamenskaja erstellt zur Zeit einen Bericht über ungeklärte Morde, der in wenigen Wochen bei einer höheren Dienststelle vorliegen muss. Dennoch kann sie ihrem Halbbruder Sascha die Bitte um Aufklärung einiger merkwürdiger Begebenheiten nicht abschlagen. Seit der inzwischen reich gewordene Bankier sich mit seiner Geliebten Dascha auch bei seinen Freunden zeigt, hat sich herausgestellt, dass hinterher bei diesen eingebrochen wurde. Daher verdächtigt er Dascha, mit Kriminellen zusammenzuarbeiten. Bei einem Besuch in der Boutique Orion, in der Dascha arbeitet, erkennt die Kommissarin, dass die Geliebte nicht im Geringsten wie eine Kriminelle wirkt, im Gegenteil, diese gesteht der als Kundin getarnten Ermittlerin, dass sie sich selbst von zwielichtigen Gestalten verfolgt fühlt. Die weiteren Recherchen führen in ein dichtes System krimineller Fraktionen, die sich gegenseitig bekämpfen. Kamenskaja ist mehrfach gefordert: Nicht nur, dass der Fall dabei ist, sich immer weiter auszudehnen, sie muss zudem eine höchst gefährdete Frau schützen, was manchmal sogar das Zusammenspiel mit den Gangstern erfordert.

Mit: Donata Höffer, Benjamin Reding, Charles Wirths, Anja Lais, Justus Fritzsche u.v.a.

Alexandra Marinina (Pseudonym für Marina Aleksejeva) wurde 1957 in St. Petersburg geboren und zog später nach Moskau, wo sie heute noch lebt. Sie studierte Jura, promovierte, und arbeitete 20 Jahre lang im Moskauer Juristischen Institut des Innenministeriums, zuletzt im Rang eines Oberstleutnants der Miliz. Dort erstellte sie Verbrechensanalysen, Entwicklungsprognosen und Täterprofile und unterrichtete angehende Kommissare. Ihre mittlerweile 20 Romane haben bisher eine Auflage von 15 Millionen Exemplaren erreicht und werden auch in einer ganzen Reihe von Raubdrucken weiterverbreitet. Auch das russische Fernsehen produziert eine Serie mit ihren Fällen. Die Helden ihrer Bücher, so Anastasija Kamenskaja, sind inzwischen zu Kultfiguren avanciert. Zuletzt sendete der WDR den ersten in Deutschland erschienenen Fall der Kamenskaja, „Auf fremdem Terrain“ (2000), auf den nun mit „Der Rest war Schweigen“ ein weiterer folgt.