Rette sich, wer kann

von Chris Ohnemus

Regie: Martin Zylka
Produktion: SR/RB 2011
Länge: 52'

Jan und Suse Goll: zwei Kinder, Haus mit Garten in einer ruhigen Siedlung am Rande der Stadt. 'Wir führten ein gutes, genussvolles, bisweilen etwas unersättliches, den gängigen Normen gehorchendes Leben.' resümiert Jan. 'In diesem Leben steck ich jetzt fest bis zur Rente.' Doch dann bricht das Jahrtausendunwetter über große Teile Europas herein. Es herrscht Ausnahmezustand. Die konservative Regierung stürzt, die 'Neuen Blauen', aus den alten Grünen gegründet, werden Regierungspartei. In 333 Tagen sollen alle die Schädlichkeit ihres schuldhaften Daseins auf vorindustrielles Niveau reduzieren - das bedeutet Konsum-Verzicht. Jan und Suse Goll durchleben die blaue Revolution.

Mit den Mitteln eines grotesken Märchens geht Chris Ohnemus der Frage nach, was passieren müsste, um eine Mehrheit zu ökologisch konsequentem Handeln zu bewegen beziehungsweise inwieweit wir überhaupt in der Lage wären, unsere Gewohnheiten für den Erhalt unseres Planeten zu ändern.

Mit: Katja Ruppenthal, Markus Schneider, Michael Müller, Andreas Pietschmann, Nicole Engeln, Peter Nottmeier Juan Carlos Lopez, Rainer Homann, Caroline Schreiber, Andreas Laurenz Maier, Jennifer Frank, Jochen Kolenda, Claudia Mischke, Thomas Balou Martin, Anuk Ens, Sascha Icks, Sebastian Blomberg

Chris Ohnemus wurde 1964 in Lahr geboren und hat Germanistik, Theaterwissenschaft und Philosophie studiert. Sie war Dramaturgin am Staatstheater Kassel und lebt heute als freie Autorin in Berlin. Drehbücher, Übersetzungen, Hörspiele sowie Theaterstücke, darunter "Mein Liebling bist Du. Ein Schreckensfetzen", das von Deutschlandradio Berlin und dem Saarländischen Rundfunk als Hörspiel realisiert (Hörspiel des Monats Februar 1998) und im Saarländischen Staatstheater uraufgeführt wurde. Für den Saarsländischen Rundfunk verfasste sie folgende Hörspiele mit den Golls: "Sicher ist Sicher" (2006) und "Wer's glaubt, wird selig" (2009).