Rot ist mein Name

von Orhan Pamuk
Aus dem Türkischen von Ingrid Iren

Bearbeitung und Regie: Peter Rothin
Komposition: Claudio Puntin
WDR 2005
ca. 49' / 52'43 / 53'53

›Rot ist mein Name‹ ist ein farbenprächtiges orientalisches Märchen, ein spannender Krimi und eine hinreißende Liebesgeschichte zugleich, bei der immer wieder aus islamischer Weltsicht der Blick auf die christliche Zivilisation und damit auch auf die gegenwärtige Spannung zwischen Orient und Okzident gelenkt wird.

Istanbul im Jahre 1591: Der Vergolder Fein Effendi liegt erschlagen auf dem Grund eines Brunnens. Kara, der nach zwölf Jahren Abwesenheit wieder nach Istanbul zurückgekehrt ist, wird von seinem Oheim beauftragt, Fein Effendis Verschwinden aufzuklären. Das Verbrechen scheint im Zusammenhang mit einem Auftrag des Sultans zu stehen, der seinen Großillustrator nach Venedig, in die ›Serenissima‹ gesandt hat. Zehn Buchseiten sollen nach seinem Wunsch entgegen dem islamischen Bilderverbot nach westlichem Stil bemalt werden. Die Verzauberung und Brillanz der venezianischen Malerei wird den Hütern der orien talischen Tradition zur Bedrohung. Kara ist bald sicher, dass der Mörder unter den Buchmalerkollegen zu finden ist. Aber eigentlich ist Kara wegen einer anderen Sache zurückgekehrt. Er will das Herz der schönen Seküre erobern, der Tochter des ermordeten Buchmalers.

Mit Sylvester Groth, Matthias Haase, Peter Davor, Daniel Berger, Christian Berkel, Peter Fitz, Bernt Hahn, Jürg Löw, John Wesley Zielmann, Josef Tratnik, Volker Niederfahrenhorst, Till Firit, Markus Scheumann, Maja Schöne, Silke Buchholz, Frauke Poolman

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