Sarah

von J.T. LeRoy

Regie: Thomas Wolfertz
Produktion: WDR 2002
Länge: ca. 53'

Sam ist ein zwölfjähriger,bildhübscher Junge und der Sohn einer Truckstop- Prostituierten, die selbst noch ein halbes Kind ist. In der unwirklichen Welt einer LKWRaststätte im Nirgendwo der USA aufgewachsen, hat er nichts anderes im Sinn, als der beste Kindertransvestit aller Zeiten zu werden. Im Wohnwagen beginnt er seine Ausbildung und macht bald Karriere als Babynutte im Mädchenkleid – unter dem Namen seiner Mutter, Sarah. Wie die anderen „Lizards“, die sich am Highway prostituieren, lässt er sich von den durchgeschwitzten Truckern anstöhnen und befummeln. Er fällt in die Hände des grausamen Pädophilen Le Loup und wird zum Schaustück in dessen Truckstop-Bordell. Von allen bewundert, aber unberührt, werden „ihr“ bald übersinnliche Fähigkeiten zugesprochen. Der geldgierige Le Loup nutzt die Situation, bis der Schwindel eines Tages auffliegt.

J.T. LeRoy, angeblich geboren 1980, galt bis zum Herbst 2005 als kalifornischer Autor und Journalist. Sein erster Roman „Sarah“ war angeblich stark autobiografisch und machte ihn zum Shooting Star der US-Literatur – bis sich herausstellte, dass J.T. LeRoy nicht existierte und die Romane von einer Frau namens Laura Albert geschrieben worden waren.