Sardischer Wind

von Nikolai von Michalewsky
Regie: Erwin Weigel
Produktion: BR, Unterhaltung-Wort, 2001

Der Duft von wildem Thymian, archaische Gesänge - Sardinien.
Die 27-jährige Vera Venzlaff aus Deutschland ist schon einige Wochen auf der Mittelmeer-Insel, um für ihre Freundin bei den Ausgrabungen zu fotografieren. Da lernt sie in Porto Rotondo, im Haus von Conte Tulipo, beim Festival der Hirtenchöre, wo erwachsene Männer wie Schafe blöken, einen der Sänger kennen. Giovanni Sanna, der sardische Schafhirte und Arzt, wird ihre große Liebe. Sie taucht mit ihm in eine fremde, faszinierende Welt ein.
Die Vendetta - der Fluch der auf Sardinien lastet.
Schon nach kurzer Zeit wirft die Vendetta seine Schatten auf Veras Glück, als Salvatore Porcu ermordet wird. Denn der Verdacht fällt sofort auf Giovanni Sanna. Keiner kann sich mehr daran erinnern, warum es die Blutrache zwischen den Sannas und den Porcus gibt. Gianni flieht in die Berge, versteckt sich in der Macchia.
Der Untersuchungsrichter Manzoni hält sich an Vera. Unversehens gerät sie in den Sog einer traditionellen Gesellschaft, in der das Wort ‚Ehre' anders buchstabiert wird, als sie es kennt. Vera lernt Sardinien zu lieben, zu hassen. Sardinien wird für sie unfreiwillig zu ihrer Heimat. Lebenslänglich...

Nikolai von Michalewsky, 1931 in Dahlewitz geboren, arbeitete als freier Schriftsteller. Er verfasste Erzählungen und Romane und drehte Dokumentarfilme. Als Hörspielautor wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er starb im Dezember 2000.