Séance im Park

von Andreas Jungwirth
Regie: Harald Krewer
Produktion: WDR 2003
59'

Eine Frau sitzt täglich auf einer Parkbank. Der Park war früher von einem gutbürgerlichen Publikum besucht. Jetzt gibt es hier eher Randgruppen zu besichtigen. Aber die Frau hat einen älteren Mann im Visier. Er kennt die Frau nicht. Aber sie glaubt zu wissen, wer er ist: der Mann, der vor vielen Jahren als Halbwüchsiger in einer Klokabine neben der Leiche ihres erschlagenen Ehemannes gefunden wurde.
Inzwischen lebt die Frau in einer Villa, die sie nebst einem beträchtlichen Vermögen von ihrer Tante geerbt hat. Zurückgezogen bis auf die Nachmittage, an denen ihr Vermögensberater sie einmal in der Woche aufsucht. Einmal hat er sie dabei vergewaltigt, und nun sucht sie den älteren Mann, der vor langer Zeit der Liebhaber ihres Ehemannes war, um ihn mit viel Geld zum Mord an dem Mann zu bewegen, der sie vergewaltigt hat.

Die Frau - Susanne Lothar
Der Mann - Pierre Franckh
Die junge Frau - Effi Rabsilber
Tante Isolde - Rosel Zech
Der Finanzberater - Werner Wölbern

Andreas Jungwirth, geboren 1967 in Linz, studierte an der Wiener Universität Germanistik und am Wiener Konservatorium Schauspiel. Er war danach in Lübeck, Döbeln und Dessau engagiert, seit 1995 ist er freischaffend. 1996 begann er mit seiner schriftstellerischen Arbeit. Er lebt in Berlin. 2002 hat das Stadttheater Konstanz von ihm „Die Schlaflosen“ uraufgeführt, sein Stück „In der Au. Ein Volksstück“ wurde beim Viertelfestival in Niederösterreich gezeigt.