Sense

von Jörg Juretzka
Bearbeitung und Regie: Leonard Koppelmann
Produktion: WDR 2001
55'

Kristof Kryszinski lässt gern alle Fünfe gerade sein. An die letzten beiden Biere der vorletzten Nacht erinnert er sich häufig nur ungenau. Er fährt eine antike Carina, die regelmäßig zum Schrottplatz muss, damit abgefallene Teile ersetzt werden können. Und er füttert widerwillig eine despotische Katze. Außerdem ist er Privatdetektiv, der sich mit ein paar Ermittlungen für eine schöne Anwältin finanziell über Wasser hält.
"Ich bin Detektiv, und da im Auto zu hocken oder im Kaufhaus herumzulungern furchtbar öde ist, habe ich mich weitgehend auf das Aufspüren von Vermissten spezialisiert. Und weil Vermisste für gewöhnlich in Schwierigkeiten stecken, kommt es immer mal vor, dass Freund Hein schneller war." Ein solcher Fall ist auch der Spielautomatenkönig Sascha. Dummerweise liegt der aber nicht irgendwo tot im Park, sondern bei Privatdetektiv Kristof Kryszinski auf der Bude.

Jörg Juretzka, Jahrgang 1955, ist viel gereist und hat sich schon an den unterschiedlichsten Jobs versucht, unter anderem als Blockhüttenbauer in Kanada. Heute arbeitet er als Schreiner in Mülheim an der Ruhr. Sein Krimi-Debut "Prickel" wurde 1998 mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet und soll demnächst verfilmt werden. "Sense" ist der zweite von mittlerweile drei Bänden aus der Kristof-Kryszinski-Reihe.