Siebzehn gewinnt

von Reinhard Jahn und Walter Wehner
Dauer: 58'18
Produktion: RB 1993

Regie: Till Bergen
Wer Zugang zu Datensammlungen hat und sich auf Behördendenken und Amtsabläufe versteht, der kann, wenn er die notwendigen kreativen Fähigkeiten entwickelt, manche Information bekommen und sie auch in klingende Münze umsetzen. "Wir und unser Computer wissen alles - also handeln wir", sagten sich die Verwaltungsangestellten Renate, Günter und Herbert. Sie verschafften zunächst dem Oberstadtdirektor Stimmen für die Wahl, legten sich dann ein nicht ganz legales Konto an und bedachten den 'Friedhof am Erlengrund' schließlich mit reichlich 'Landesmitteln'. Das klingt alles ganz einfach; ist es auch, wenn man die Nerven behielte, sollte mal eine andere Amtsperson untypischerweise eigene Gedanken entwickeln. Reinhard Jahn und Walter Wehner schildern in vier Verwaltungsakten ein frei erfundenes Spiel findiger Angestellter in einem städtischen Amt.

Friedrichsen, Uwe, geb. am 27. Mai 1934 in Altona. Wurde 1955 von Ida Ehre für die Hamburger Kammerspiele entdeckt und ein Jahr später von Gustaf Gründgens ans Deutsche Schauspielhaus Hamburg verpflichtet, wo er bis 1968 festes Ensemblemitglied war. Bis heute spielt und inszeniert er erfolgreich an zahlreichen Theatern und arbeitet für Film, Funk und Fernsehen. Er ist die Synchronstimme von Peter Falk, Jon Voight, Bruce Dern, Michael York, Donald Sutherland, Richard Attenborough u.v.a. und sprach zahlreiche Hörspielrollen. Für den MDR u.a. in Falladas „Bauern, Bonzen, Bomben“ (1997), Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ (2005) und zuletzt als Erzähler in Albert Wendts „Kleiner Weingarten am Meer“ (2008). Für sein Schaffen erhielt er unter anderem 1994 das „Bundesverdienstkreuz“. 2003 feierte er sein 50-jähriges Bühnenjubiläum und bekam vom Hamburger Senat die „Senator-Biermann-Ratjen-Medaille“ verliehen.