Sieg über die Tiefe

von William M. Lee
Hörspielbearbeitung: Felix Huby
Regie: Dieter Carls
Produktion: WDR 1978
49 Min.

Eine künstliche Stahlinsel im Meer dient einem Meeresbiologen und seinem Team als Basis für ein wissenschaftliches Experiment: In sechzig Meter Tiefe soll eine Unterwasserstation installiert werden. Dort arbeiten unter der Leitung eines Mediziners vier Wissenschaftler und Techniker. Um die gefürchtete Taucherkrankheit zu vermeiden, führen sie das Experiment in einer stickstoffreien Atmosphäre durch. Zunächst geht die Arbeit wie geplant voran, schließlich ist das Unterwasserteam seinem Zeitplan weit voraus und das Sprechtempo der Mitarbeiter nimmt stetig zu, mehr noch, sie kommen mit drei Stunden Schlaf aus. Der Leiter der Überwasserstation beschließt, das Experiment abzubrechen, doch die Mannschaft denkt nicht daran, aufzutauchen. Als er schließlich selbst hinabsteigt, muss er feststellen, dass das Team im Dunkel der Tiefe vorzüglich sehen und sich sogar im eisigen Wasser ohne Taucheranzug und Atemgerät aufhalten kann; ihre Haut hat mikroskopische Schuppen entwickelt, durch die Sauerstoff aufgenommen und Kohlendioxid ausgeschieden werden kann. Offenbar hat innerhalb kürzester Zeit eine unfassbare Mutation stattgefunden.
Daß Stickstoff in großer Tiefe als Rauschmittel wirkt, weiß man seit langem, auch, dass er an Land leich betäubend wirkt: Die Menschen werden von Geburt an vergiftet. Im Meer unter völlig stickstoffreien Bedingungen haben sie nun begonnen zu entdecken, wie man wirklich lebt - eine phantastische Leichtigkeit und Klarheit breitet sich aus, die ansteckend wirkt ...

Mit Friedhelm Ptok, Harry Wüstenhagen, Y Sa Lo, Hermann Ebeling u.a.