Die Sirenen von Bagdad

von Yasmina Khadra

aus dem Französischen von Regina Keil-Sagawe
Bearbeitung und Regie: Frank-Erich Hübner

Produktion: WDR 2008

Teil 1 / ca. 54'
Teil 2 / ca. 54'


Einen jungen Beduinen führt sein Weg aus seinem Heimatdorf über Bagdad nach Beirut. Der 21-jährige Student, der jede Form von Gewalt verabscheut, wünscht und hofft, sich in eine neu entstehende irakische Gesellschaft einzugliedern. Doch desillusioniert durch die nicht enden wollende Gewalt, die der junge Mann erstmals hautnah in seiner unmittelbaren Umgebung erfährt, gleitet er in den Terrorismus. Der Beduine ist bereit, sich für eine Mission anwerben zu lassen. Von Beirut aus soll er einen in jahrelanger Forschungsarbeit entwickelten, artifiziellen Killer-Virus, den man ihm injizieren wird, nach Europa tragen, um dort möglichst viele Menschen anzustecken und in den schnellen Tod zu schicken.

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Yasmina Khadra, geboren 1955 in Algier, ist das Pseudonym von Mohammed Moulessehoul. Unter diesem Namen veröffentlichte der ehemalige Offizier der algerischen Armee zunächst seine "Kommissar-LLob"-Krimis. Khadra lebt heute mit seiner Familie in Südfrankreich. "Die Sirenen von Bagdad" ist nach "Die Schwalben von Kabul" und "Die Attentäterin" der letzte Teil einer Trilogie, in der Khadra ­ differenziert und ohne Partei zu ergreifen ­ unmissverständlich auf den mangelnden Dialog und die fatalen Missverständnisse zwischen Okzident und Orient hinweist. Schauplatz seines jüngsten Werkes ist (nach Afghanistan und Israel) der Irak, wo vor fünf Jahren, am 20. März 2003, der zweite Irakkrieg begann. Der WDR produzierte zuletzt von Yasmina Khadra "Die Attentäterin" (2006).