Sizilianisches Finale

von Michael Dibdin
aus dem Englischen von Ellen Schlootz
Bearbeitung und Regie: Christoph Dietrich
Produktion: WDR 2007
ca. 54'

Seit dem Mord an Richter Falcone im Jahr 1995 sind im Kampf gegen die Mafia auf Sizilien die drei separaten Polizeiverbände des Landes - Carabinieri, Polizia Statale und Finanzpolizei - in der Antimafia-Behörde DIA (Direzione Investigativa AntiMafia) zusammengefasst. Diese Zusammenarbeit hat sich in den vergangenen Jahren als außerordentlich erfolgreich erwiesen, so sehr, dass einige auf der Führungsebene von DIA um die Legitimation für die Arbeit ihrer Behörde fürchten. Zudem gibt es Bestrebungen sowohl seitens des Verteidigungs- als auch des Innenministeriums in Rom, DIA entweder in ihren Kompetenzen zu beschneiden oder stärker zu kontrollieren. Letzteres scheint vor allem das Interesse der Carabinieri-Seite zu sein. Und da es schon länger keine spektakulären Mafia-Anschläge mehr gab, muss man eben selber für Aufsehen sorgen, notfalls mit Mafia-Methoden. Dass dabei die Adoptivtochter des Commissario Aurelio Zen ums Leben kommt, setzt Ermittlungen in Gang, die sonst unterblieben wären.

Michael Dibdin, geboren 1947, wuchs in Schottland und Irland auf. Er ist von Beruf Lehrer und unterrichtete fünf Jahre lang als Englisch-Dozent an der Universität in Perugia. Erste Erfolge als Autor hatte er mit seinen Kriminalromanen über den italienischen Kommissar Aurelio Zen; bereits für den ersten Fall wurde er von der britischen Crime Writers Association mit dem Gold Dagger ausgezeichnet. Dibdin lebt heute mit seiner Frau in Seattle. Der WDR sendete zuletzt von ihm "Im Zeichen der Medusa" (2006).