Ruhr 2010: Smog

von Max von der Grün

Regie: Hans Gerd Krogmann
Produktion: WDR 1989
Länge: 44'

"Smog" das erste Hörspiel von Max von der Grün, ist eine impressionistische Studie aus den Industriedörfern in der Nähe der großen Städte zwischen Lippe und Ruhr. "ein Trupp kurzatmiger Invaliden, der eintönige Alltag, dat "Wachölderken" beim Wirt an der Ecke, dat Kriegerdenkmal, Ziel langsamer, manchmal angestrengter Spaziergänge und über den Männern und den Häusern hängt, wenn dat falsche Wetter kommt, der eklige, klebrige, schwere Nebel-Smog." Die größten Ruhrgebietsstädte sind genaugenommen eine Aneinanderreihung von Vorstädten und Dörfern.

Max von der Grün beschreibt "seinen" Vorort Dortmund-Lanstrop, das Leben und die Aktivitäten der Menschen in der dörflichen Atmosphäre und die durch wirtschaftliche Schwierigkeiten und Arbeitslosigkeit veränderten Gesprächsthemen in der Kneipe.

Max von der Grün (1926-2005), Mitbegründer der "Gruppe 61", arbeitete von 1951-1963 im Bergbau. 1955 begann er mit dem Schreiben. Seit 1963, als sein Roman "Irrlicht und Feuer" erschien, lebte er als freier Schriftsteller in Dortmund-Lanstrop.