So was von da

von Tino Hanekamp

Regie: Judith Lorentz
Bearbeitung: Judith Lorentz
Produktion: NDR/WDR/SWR 2014
Länge: 55'

Silvester auf dem Kiez. Die ersten Böller explodieren schon, und Oskar Wrobel formuliert in Gedanken schon mal den Text, der auf seinen Grabstein gekritzelt sein soll: „Hier liegt Oskar Wrobel, 23. Er hat's versucht.“ Strenggenommen ist Wrobel Pleitier. Im großen Stil und auf ganzer Linie. Mathilda, seine bislang große und einzige Liebe, hat ihn schon vor geraumer Zeit verlassen und ihren Irrtum immer noch nicht eingesehen. Der Hamburger Musik-Club, den er in einem verlassenen Krankenhaus ins Leben gerufen hat, ist zum Abriss freigegeben. Außerdem will ihm auch noch Kiezkalle, ein berüchtigter Zuhälter, 10.000 Euro aus den Rippen leiern. Und nun? Zum Glück bleibt Wrobel kaum Zeit, sich ganz in weinerlichen Selbstbetrachtungen zu verlieren, denn das Leben fordert ihn schon wieder mächtig heraus.

Tino Hanekamp, geboren 1979 in Sachsen-Anhalt, arbeitete als Musikjournalist, reiste durch die Welt und landete vor ein paar Jahren in Hamburg, wo er einen Musikclub namens Weltbühne mitgründete, der dann aber abgerissen wurde. Heute ist er Mitbegründer, Miteigentümer und Programmdirektor des Uebel & Gefährlich, das mehrfach zum besten Musikclub Deutschlands gewählt wurde. Für seinen Roman „So was von da“ erhielt er den Silberschweinpreis für das beste Debüt der LitCologne und den Kasseler Förderpreis für Komische Literatur 2012.