Spielwiese

von Michael Koser
Regie: Alexander Malachovsky
Produktion: : BR 1986
60 Min.

Es war einmal eine Zeit, da gab es Privatdetektive. Harte Männer, gerecht,
nie um eine Antwort und einen Ausweg verlegen. Aber in den ersten
Jahren dieses Jahrtausends gibt es nur noch einen: Jonas. Er ist der
letzte seiner Zunft. Nicht mehr ganz so hart, auch nicht immer gerecht,
manchmal fällt ihm auch gar keine Antwort ein – und einen Ausweg muss
er meist lange suchen, aber dafür ist er auch nicht allein: Sam, sein
Begleiter, ist immer dabei. Sam ist der unentbehrliche, überprogrammierte
und zuweilen recht geschwätzige Computer. Er kann alles. Außer Walzer
tanzen. Und Kinder kriegen...

Babylon, Vereinigte Staaten von Europa: Ein Routine-Auftrag? Mehr ein
Horror-Trip. Und alles beginnt mit Paula Janssen, die Jonas in seinem
Büro aufsucht. Typ arm, aber ehrlich, Gesicht sympathisch, aber leicht
verhärmt. Und das hat seinen Grund: "Mein Freund. Er ist verschwunden,
Herr Jonas. Vermißt! Gehen Sie nach Nirwana, finden Sie Jaromir, bringen
Sie ihn mir wieder!" Computer Sam ist in diesem Fall zunächst auch
keine große Hilfe: "Keine Informationen über Nirwana in den allgemein
zugänglichen Dateien." Und jetzt stehen Jonas und Sam in der Wildnis
drei Figuren gegenüber. Zwei bärtige Männer und eine Frau mit langem
Haar. Sie sehen ein bißchen aus wie Ökos. Naturbelassen. Aber nicht
friedlich. Alle drei tragen Waffen. Breite Buschmesser im Gürtel. Und auf
dem Rücken Maschinenpistolen...

Michael Koser, Jahrgang 1938, schreibt seit über 30 Jahren vor allem für
das Radio und hat sich auf Kriminalhörspiel-Reihen konzentriert; es
entstanden die Reihen "Die Denkmaschine" mit über 70 Abenteuern von
Professor van Dusen und "Der letzte Detektiv" mit bislang 32 Folgen. 1973
erhielt er den Kurt-Magnus-Preis der ARD.